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Geprüfter Online-Shop

Galileo Press. Der Verlag für Experten.

Warnung vor gefälschten Amazon-Kundenrezensionen

Tomas Wehren, Verlagsleiter Galileo Press

Immer mehr Käufern von Computerbüchern fällt auf, dass etwas mit den Kundenrezensionen bei Amazon nicht stimmt. Selbst bei arglosen Lesern regt sich der Verdacht, dieser oder jener Rezensent ist gar kein echter Leser, seine Identität ist vorgetäuscht und seine Empfehlung gezielte Manipulation. Eine gute Idee -- dass Kunden Kunden beraten, unabhängig von Hersteller- und Händlerinteressen -- läuft Gefahr, durch Missbrauch in ihr Gegenteil verkehrt zu werden. Lesen Sie hier, was es mit den gefälschten Rezensionen auf sich hat, was Amazon dagegen tut, welche Rolle die Verlage spielen und woran man erkennen kann, ob eine Amazon-Kundenrezension echt ist oder nicht.

Schon seit Jahren beklagen Autoren und Verlage, daß das Amazon-Rezensionssystem systematisch mißbraucht wird, indem durch gefälschte Kundenrezensionen bestimmte Bücher promotet und konkurrierende Bücher, Autoren und Verlage gezielt in Mißkredit gebracht werden. Ausmaß und Stoßrichtung dieser Pseudo-Rezensionen ließen schnell erkennen, daß es sich hier um eine regelrechte Kampagne handelt, die mit kaum glaublicher Schlauheit und krimineller Energie ins Werk gesetzt wurde und immer noch wird. Eigene Recherchen ergaben, daß seit 2004 an die 1.000 gefälschte Rezensionen im Bereich Computerbuch bei Amazon eingestellt wurden. Die Identität von weit mehr als 100 Rezensenten ist gefälscht. Mehr als 150 IT-Bücher und -Videolernkurse aus nahezu allen Themenbereichen sind Gegenstand fingierter Kundenbesprechungen.

Außer mit Pseudo-Rezensenten und Pseudo-Rezensionen wird auch mit gefälschten Lieblingslisten und mit der Manipulation von Kundenbewertungen zu einer Rezension gearbeitet (massive Aufwertung der eigenen Rezensionen und massive Abwertung unliebsamer echter Kundenrezensionen). Bei manchen Büchern ist das Kundenecho nahezu vollständig gefälscht.

Von dieser Desinformations-Kampagne sind alle IT-Verlage betroffen, die Bücher und Lernsoftware im Themenfeld Grafik und Design publizieren. Und da wir hier einen Schwerpunkt unseres Programms haben, ist Galileo Press besonders heftigen Angriffen ausgesetzt. In der Vergangenheit zielten die Urheber der Kampagne noch ganz konventionell darauf, konkurrierende Bücher durch negative Besprechungen in Verruf zu bringen. Mittlerweile geht es nicht mehr nur um einzelne Publikationen, jetzt zielen die Angriffe darauf, bestimmte Verlage und deren Image nachhaltig zu schädigen. Das besonders Perfide ist, daß dies durch gefälschte Lobrezensionen geschieht. Es soll beim Publikum der Verdacht erzeugt werden, dieser oder jener Verlag oder Autor würden durch selbstverfaßte Lobrezensionen auf die eigenen Produkte sich unlauter einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Die Logik dahinter ist so einfach wie bösartig: Bei einer positiven Rezension, die offensichtlich gefälscht ist, wird jeder sich fragen, wem nützt das Lob, um so auf den Urheber der Rezension zu schließen. Damit das funktioniert, sind diese Lobrezensionen absichtlich so plump und inhaltsleer geschrieben, daß auch der unbedarfteste Leser stutzig werden und an der Echtheit des Rezensenten zweifeln muß.

Nicht zufällig sind auch viele Bücher aus unserem Verlag von diesen böswilligen Pseudo-Lobrezensionen bei Amazon betroffen. Auch wenn uns und unseren Autoren kaum jemand solche Machenschaften zutrauen dürfte, so wollen wir uns doch hiermit entschieden von diesen Rezensionen distanzieren und feststellen, daß wir in keiner Weise deren Urheber sind. Irrig wäre auch der Verdacht, hinter der Flut gefälschter Kundenrezensionen stünden die Verlage, die im Kampf um den Kunden vor dem Gebrauch selbst unsauberster Mittel nicht zurückschrecken würden. Dies ist Unfug. Der Wettbewerb zwischen den IT-Verlagen in Deutschland ist überaus fair. Und auch die allermeisten Autoren werden kaum die Versuchung spüren, den Verkaufserfolg ihres Buches durch fingierte Leserstimmen bei Amazon zu befördern.

Wer hinter der kampagnenartigen Verbreitung gefälschter Kundenrezensionen steckt, konnte bislang nicht gerichtsfest bewiesen werden. Doch um weitere Spekulationen zu verhindern, wollen wir hier unseren begründeten Verdacht mitteilen, daß es ein einzelnes Autorenpaar ist, das mit rational kaum faßbarer Intensität und Ausdauer diese kriminelle Form des Online-Marketings betreibt - sehr wahrscheinlich nicht nur bei Amazon, sondern auch in anderen Online-Foren. Wir haben Amazon unseren Verdacht mitgeteilt. Die Analyse einschlägiger Daten hat ihn offenbar bestätigt. Denn mittlerweile hat Amazon die Bücher dieses Autorengespanns komplett aus dem Angebot gestrichen.

Die Frage, wer hinter der Kampagne steckt, ist aber nur zweitrangig. Und der Befund, daß es sich um einen, zumal sehr bizarren Ausnahmefall handelt, rührt nicht an den Kern der Sache. Denn das eigentliche Problem sind nicht die Nutzer des Amazon-Rezensionssystems (unter denen es immer fehlgeleitete geben wird), das eigentliche Problem ist dessen leichte Missbräuchlichkeit. Jeder Berufene und Unberufene kann mehr oder weniger ungehindert bei Amazon veröffentlichen, was er will, ohne sich irgendwie ausweisen oder verantworten zu müssen. Das erleichtert natürlich das Entstehen von (kostenlosem) Content, der die Handelsplattform Amazon attraktiv macht. Es erleichtert aber auch den Missbrauch, der am Ende zur Selbstzerstörung des Leserstimmen-Tools führen wird: Niemand glaubt mehr, was bei Amazon als Kundenmeinung veröffentlicht wird, niemand wird sich mehr daran beteiligen.

Die IT-Verlage stehen schon seit langem mit Amazon in Kontakt, um offensichtlich gefälschte Rezensionen zu reklamieren und um deren Löschung zu bitten. Nicht nur die negativen, auch die Lobrezensionen zu eigenen Produkten. Mittlerweile kommunizieren wir fast täglich mit dem Amazon Customer Service, der mittlerweile auch Art und Ausmaß des Problems erkannt hat und sich redlich bemüht, das Rezensionssystem wieder zu säubern. Hunderte von Rezensionen wurden schon entfernt. Aber es ist wie bei der Hydra, mit jedem abgeschlagenen Kopf wachsen zwei neue nach.

Als im Herbst vergangenen Jahres das Rezensionsunwesen bei Amazon neue Ausmaße annahm, verständigten sich die hauptsächlich betroffenen Verlage darauf, sich mit der Erwartung an Amazon zu wenden, das Übel endlich bei der Wurzel zu packen. Zurzeit sind wir im Gespräch mit dem bei Amazon für das deutsche Rezensionssystem zuständigen Manager. Wir haben die Hoffnung, dass man in München an einer grundsätzlichen Lösung des Problems arbeitet. Die Lösung könnte so aussehen, dass ein Veröffentlichungsrecht nur solche Kunden erhalten, die bei Amazon ein gültiges Kundenkonto haben.

Wie Sie gefälschte Kundenrezensionen erkennen können

Doch bis es soweit ist, empfehlen wir Käufern von IT-Fachbüchern, vorsichtig zu sein, wenn sie bei Amazon die Kundenrezensionen zu Rate ziehen. Die Leserstimme, ob positiv oder negativ, könnte gefälscht sein und der angeblich wohlmeinende Rezensent eine Erfindung. Im folgenden geben wir einige Hinweise, woran man fingierte Kundenrezensionen erkennen kann. Manche Indizien geben wir nicht preis, um die Fälscher nicht noch schlauer zu machen. Wer aber mehrere Rezensionen aufmerksam liest, wird schon ein sicheres Gefühl entwickeln, ob er dem jeweiligen Rezensenten trauen darf oder nicht.

1. Schreibt der Rezensent unter seinem "Real-Namen"? Dann ist es nahezu sicher, daß die Rezension authentisch ist. Gefälschte Rezensionen werden immer unter Pseudonym veröffentlicht.

2. Der Benotung durch Sterne sollten Sie nicht allzu viel Gewicht beimessen. Studieren Sie stattdessen die einzelnen Texte der Rezensionen und achten Sie auf deren Argumentationsgehalt. Sollte sich das inhaltliche Urteil des Rezensenten nicht mit seiner Benotung decken, sollte Sie das stutzig machen. Ebenso wenn die Benotungen der Leser sehr gegensätzlich sind (1 Stern vs. 5 Sterne).

3. Vertrauen Sie nicht auf die Anzahl der Bewertungen zu einer Rezension ("x von y Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich"). Eine untypisch hohe oder einstimmige Bewertungsquote sollte misstrauisch machen. Lesen Sie unvoreingenommen jede Rezension und entscheiden Sie selbst, ob eine Rezension sachhaltig und hilfreich ist oder nicht.

4. Achten Sie auf die Anzahl der Leserstimmen zu einem Buch. Je mehr Leserstimmen (und je mehr Rezensionsbewertungen), umso mehr ist Vorsicht geboten. Entspricht das hohe Kundenfeedback dem Verkaufsrang des Buches und dem Zeitraum, seitdem es angeboten wird?

5. Achten Sie auf die Erscheinungsdaten der Rezensionen. Je mehr Rezensionen zeitlich eng beieinander liegen und je ähnlicher sie sind, umso wahrscheinlicher sind sie gefälscht. Auch Rezensionen, die sehr früh (oder sehr spät) nach Veröffentlichung des Buches erschienen sind, sind in der Regel unseriös.

6. Gefälschte Rezensionen lassen sich recht zuverlässig am Stil und am Aussagegehalt erkennen. Lesen Sie darum die Texte genau und mit kritischem Blick. Achten Sie auf die folgenden Merkmale:

a. Betont unbedarfter, naiver Tonfall; häufig sehr salopp und umgangssprachlich im Stil der Web-Community (jemand wie du und ich, der nette, vertrauenserweckende Typ, der gerade hinaus seine Meinung sagt, aufrichtig und ehrlich begeistert bzw. enttäuscht).
b. Gefälschte Negativrezensionen: Typisch ist folgende Tonlage und Argumentation: "Bin der und der. Hatte mir viel vom Kauf dieses Buches versprochen. Schade, hilft mir gar nichts in der Praxis. Schade, bin nicht schlau draus geworden. Buch hält nicht, was es verspricht. Schade ums Geld."
c. Typisch ist auch der pauschale Vorwurf der Mogelpackung: auf Umschlag steht aktuelles Release, Buch ist aber zu altem Release, bloßer Aufguss der Vorauflage, viel Umfang und wenig Inhalt, schönes Cover und enttäuschender Inhalt, leere Seiten, große Schrift, Bilder in Farbe, aber nichtssagend, mit CD, aber nutzloser Inhalt.
d. Das Vorkommen mehrerer sehr gleichlautender Rezensionen, die diese Argumente wiederholen.
e. Ein Indiz nicht für, sondern eher gegen die Echtheit einer Rezension sind wörtliche Zitate aus dem Buch, gar noch mit Seitenangabe, oder der konkrete Verweis auf Abbildungen oder Layoutdetails. Solche Detailangaben suggerieren Besitz und Kenntnis des Buches, sie sind aber meist ein Täuschungsmanöver. Der Rezensent kann seine Kenntnisse einfach aus einer Online-Leseprobe bezogen haben.
e. Gefälschte Lobrezensionen: Kurze, auffallend schludrig verfasste Texte mit geringem Sachgehalt; pauschal, plump und inhaltsleer, unkritisch-begeistert.
f. Oder auffallend gut formulierte Texte, die aber irgendwie journalistisch wirken oder wie der Umschlagstext eines Buches. Es sind dreiste Kopien aus den Amazon-"Produktbeschreibungen" zu dem betreffenden Buch.
g. Zuweilen werden auch Texte aus anderen Kundenrezensionen kopiert. Lesen und vergleichen Sie darum alle Texte zu einem Buch.
h. Generelle Aussagen zu den Büchern eines Verlags.
i. Empfehlungen anderer Bücher oder Vergleiche mit Büchern eines anderen Verlags (zumal wenn genaue Angaben zum Titel oder gar der Bestellnummer gemacht werden).
j. Normale Leser schauen auf Bücher anders als die, die sie machen. Misstrauen Sie Rezensionen, die den Brancheninsider verraten. Indizien sind z.B.: Betonung von Ausstattungsdetails und Layoutmerkmalen, Erwähnung einer verlegerischen Konkurrenzsituation, Erwähnung bestimmter Imprints oder Reihen eines Verlags, Namen von Autoren, Zitieren von Fachrezensionen aus Zeitschriften, Bewertung der Lektoratsleistung.

7. Schauen Sie sich immer auch die anderen Rezensionen an, die der betreffende Rezensent veröffentlicht hat. Je mehr Rezensionen ein Rezensent geschrieben hat und je unterschiedlicher die Fachthemen der besprochenen Bücher sind, umso wahrscheinlicher ist die Identität des Rezensenten gefälscht. Die vielen Rezensionen dienen nur dazu, die Echtheit des Pseudo-Rezensenten glaubhaft zu machen und die eigentlichen Absichten zu verdecken. Fragen Sie darum kritisch: Wie kann jemand solch divergierende IT-Fachinteressen haben? Und wie kann jemand so viele Bücher in so kurzer Zeit gelesen haben? Woher nimmt er die Zeit für so viele Rezensionen? Und wozu macht er sich die Mühe, da doch die meisten Rezensionen sprachlich und inhaltlich so dürftig sind?

Handelt es sich bei den Rezensionen überwiegend um plumpe, nichtssagende oder zusammenkopierte Lobeshymnen zugunsten eines bestimmten Verlags, so dürfen Sie davon ausgehen, dass deren Urheber diesem Verlag gerade schaden will. Diese Lobrezensionen sind böswillig. Sie sollen den Verlag oder Autor in den Verdacht bringen, als vermeintlicher Nutznießer des Leserlobs auch deren Urheber zu sein.



 
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